19. Morgenmusik in der Kirche am Geissberg

Sonntag 15.Juni 2014

So berichtete die Presse über das Konzert:

 

Kantate-Gottesdienst und Morgenmusik

9.Juni 2013 in der Reformierten Kirche am Geissberg

Die Chöre,das Barockorchester Capriccio und Solist Nando Brügger. Am Pult Karel Valter (Fotos: Ruth Schreiber)

Zur Aufführung schrieb Heinz Kunz im BZ Langenthaler Tagblatt:

«Lebendiger geistlicher Barock

Die Kirchenchöre Langenthal und Lotzwil führten in der reformierten  Kirche mit dem renommierten Cappriccio Barockorchester und drei Gesangssolisten Kantaten von Telemann und Bach sowie Teile aus Händels Dettinger Te Deum auf und begeisterten damit die vielen Zuhörer
Kein Platz war leer, als die Hundertschaft an Sängerinnen und Sängern der Kirchenchöre Langenthal und Lotzwil sich hinter den Instrumentalisten aufreihte und mit einem bewegten Einstieg in die Kantate „Siehe, es hat überwunden der Löwe“ überraschte, der unter der vitalen Leitung von Karel Valter mitten in die pulsierende barocke Klangwelt Telemanns hineinführte und die Beweglichkeit der einzelnen Stimmlagen im Chor eindrücklich ins Licht rückte. Dass es wünschbar gut gelang, die beiden Chöre zu einer homogenen Einheit in gepflegter Vokalkultur zu verschmelzen, zeigte sich da bereits deutlich. Doch auch den Gesangssolisten forderte die ursprünglich Bach zugeschriebene Kantate hohe Fähigkeiten ab: Die Sopranistin Verena Grädel  band mit schlank bewegter Stimme innere Dramatik zur rezitativischen Weite, die Altistin Barbara Erni entfaltete ihre Arie aus einem weichen Ansatz zu dynamischer Eindringlichkeit, während der Bassist Nando Brügger in seiner Arie zum triumphal mit Pauke verstärkten Orchester (Konzertmeister: Dominik Kiefer) melismatische Klangsilben zu meistern hatte. Seine gestalterische Kompetenz zeigte sich überzeugend in der Kantate „Gelobet sei der Herr, mein Gott“ von Bach, deren Eleganz und Schönheit unter der Leitung von René Schär aus bewegender Tiefe erblühte. Hier öffneten der Chor und insbesondere das Orchester mit reichen Klangfarben den Raum für die 3 solistisch eindrücklichen Arien, die Bach einzigartig von Kontrabass (Bassist), Flöte und Kontrabass (Sopran) sowie Oboe d’amore und Kontrabass (Alt) umgab.
Mit Teilen aus Händels Dettinger  Te Deum setzte René Schär dem fein differenzierten Zusammenwirken den markanten Abschluss. - Am Cembalo wirkte Regula Schneeberger.»

Bei der Probe für die Morgenmusik 2013 mit René Schär

 


 

Kantaten-Gottesdienst und Morgenmusik

10.Juni 2012: Das schrieb die Presse


Langenthaler Tagblatt, 12. Juni 2012
Aussschnitt LT 12612

Berrner Zeitung 12. Juni 2012


BZ 120612

 

Kantaten-Gottesdienst und Morgenmusik

Die Ausführenden am 19. Juni 2011

Die Asfuehrenden

Das schrieb die Presse:

Für die Bernerzeitung vom 21.Juni 2011 schrieb Heinz Kunz:

KANTATENKONZERT ZU 1150-JAHRE LANGENTHAL

 Geistliche Werke mit Strahlkraft

In der ref. Kirche Langenthal brachten die vereinigten Kirchenchöre Langenthal, Aarwangen und Oberbipp unter der Leitung von René Schär Kantaten von Telemann und Bach sowie die Messe mit dem Schweizerpsalm von Pater Alberik Zwyssig zur Aufführung

 Gross war die Erwartung der vielen Zuhörer, als der imposante Chor sich aufstellte und ein ebenso respektables Orchester ad-hoc (Konzertmeister: Jörg Lüthi) aus Streichern, Holz- und Blechbläsern nebst Perkussion sich den knappen Platz davor teilte. Als vokale Exponenten traten die 4 Solistinnen und Solisten Verena Grädel (Sopran), Barbara Erni (Alt), Markus Lehmann (Tenor) und Nando Brügger (Bass) hervor. An der Orgel wirkte Regula Schneeberger (Messe von Zwyssig).
Mit diesen reichen Mitteln brachte René Schär 3 geistliche Werke zum Erklingen, die mit Bedacht  auf das 1150-jährige Jubiläum der Stadt Langenthal ein beglückendes Mass an Lebensfreude und Lobpreisung verströmten. Da war „Der Morgen“ aus der Kantate „Die Tageszeiten“ von Telemann ein Einstieg, wie er mitreissender kaum hätte sein können: Nicht nur überraschten Chor und Orchester mit transparenter Vitalität, sondern die Sopranistin nahm die bewegten Pulse gleichbedeutend in die Arie auf und erhöhte ihre Strahlkraft mit lichtem, warmem Timbre.
Gespannt war man auf die Besonderheit des Konzerts, die Messe, die Pater Alberik Zwyssig aus dem von ihm komponierten Schweizerpsalm vor rund 160 Jahren schuf und vom zeitgenössischen Schweizer Hubert Spörri überzeugend rekonstruiert vorliegt. Der Chor verlieh der eingängigen Melodik im Wechsel mit den Solisten kraftvolle, dynamische Kontur, trug das hymnische Grundmotiv ohne Pathos durch und bettete den Schweizerpsalm, den die Hörer eher blass mitsangen, ins Zentrum der von René Schär prägnant ausgedeuteten Messeteile.
Nach umfassender Einführung durch Peter Iseli forderte J.S. Bachs Kantate „Singet dem Herrn ein neues Lied“ den Aufführenden höchste Beweglichkeit ab. Sie setzte den triumphalen Schlusspunkt, in dem die stimmlichen Qualitäten der sich gross entfaltenden Altistin, des hell tragenden Tenors und des ausdrucksvoll gewichtenden Basses ausgezeichnet koordiniert mit der chorisch-orchestralen Gestaltung zur Einheit fanden.
Heinz Kunz

Im «Langenthaler Tagblatt» vom 20. Juni schrieb Jana Fehrensen

Publikum singt beim Psalm mit

 Kirche Geissberg: Unter dem schlich­ten Titel «Morgenmusik» verbirgt sich das alljährliche grosse Jahreskonzert des Kirchenchors Langenthal. Es erfreut sich einer grossen Be­achtung und Wertschätzung - nicht nur beim Langenthaler Publikum. Dieses Jahr haben sich die Sängerin­nen und Sänger rund um den Diri­genten Rene Schär ein besonderes Programm für die traditionelle Mor­genmusik überlegt. Sie brachten nebst Telemanns Kantate «Der Morgen» und Bachs Kantate «Singet dem Herrn» ein neues Lied aus Pater Alberik Zwyssigs Messe mit dem Schweizerpsalm zur Aufführung. Dies zu­sammen mit dem Kirchenchor Aarwangen, der Chorgemeinschaft Oberhipp, dem Orchester ad hoc rund um den Konzertmeister Jörg Lüthi und vier Solisten.
Die bewegte Geschichte dieses Werkes (wir berichteten) wurde kurz von ReneSchär, dem Dirigenten, ge­schildert, ehe er die Musik sprechen liess. Die Messe von Pater Alberik Zwyssig für Soli. Chor und Orchester erklang in all ihrer Erhabenheit. Ein bewegender Moment war, als das Publikum in der vollbesetzten Kirche Geissberg die Einladung zum Mitsingen, annahm und der Schweizerpsalm von einigen Hundert Stimmen gesungen, die Kirche erfüllte.
Den Abschluss des Konzertes bildete die Neujahrs-Kantate «Singet dem Herrn ein neues Lied» von Jo­hann Sebastian Bach. Das Werk wur­de von Peter Iseli eingeführt, der ne­ben den bekannten Angaben und in­teressanten Details auch persönliche Worte für das Werk des grossen Deutschen Meisters fand. Wie schon zuvor gelang es Schär, die Sängerin­nen und Sänger der drei Chöre zu ei­ner harmonischen Klangeinheit ein­zuschwören und ihnen eine grossar­tige Leistung abzuverlangen. Diese wurde wunderbar von dem Orches­ter ad hoc unter dem Konzertmeister Jörg Lüthi und von Regula Schneeberger an der Orgel unterstützt. In das hervorragende Gesamtklangerlebnis fügte sich nahtlos auch das erfahrene Solistenquartett mit Vere­na Grädel (Sopran), Barbara Erni (Alt), Markus Lehmann (Tenor) und Nando Brügges (Bass).
Mit einem tosenden Applaus be­dankte sich das Publikum bei den Aufführenden für die diesjährige Ausgabe der Morgenmusik. (JFL)